Donnerstag, 29. Oktober 2009

1ste Woche passé

Life Style

Im Moment fühle ich mich wohl hier. Sehr international und ich kann alle Sprachen üben. Morgens laufe ich etwa 30 Minuten von meiner Wohnung zur Arbeit und durchquere einen recht idylischen Park. Freizeitangebot gibt es genug und ich spiele Fußball und gehe Salsa tanzen. Mein Doktorvater fordert mich, zeigt aber auch viel Vertrauen. Eine gute Mischung wie ich finde.

Der Space Priester

Einmal habe ich mich auf einer Party in Madrid als Space Priester verkleidet. Letzten Sonntag traf ich nun einen. David ist so um die 80 Jahre alt und der Pfarrer der Gemeinde deren Kirche gerade ein paar Meter von meiner Haustür entfernt ist. Er ist Aerospace Engineer und hat unter anderem vor 50 Jahren im Mercury Projekt als Berater gearbeitet (Das erste bemannte Raumfahrtprojekt der Amerikaner.) Mitte der 60iger entschied er sich dann Priester zu werden. Ausseriridisch!

Erste Breadboard-Test

Wissenschaftlich sieht es hier auch ganz gut aus. Meine erste Breadboardschaltung dient dazu den Sensor zu testen, der später in den Handschuh integriert werden soll. Ein Abstrakt für eine Konferenz in Insbruck ist akzeptiert. Deadline ist der 25. November. Ich muss also Gas geben, wenn ich bis dahin etwas brauchbares haben möchte. Warum das Teil Breadboard heißt? In den 50er und 60er Jahren in den Anfängen des Electrical Engineering benutzte man eben Brotbretter in die man Löscher bohrte (Breadboards) um Schaltungen zu testen. Daher der Name Breadboard.

Freitag, 16. Oktober 2009

Lebende Oktopusse und Schlangen

Gestern ass ich einen lebenden Oktopus. Ich hatte eine Liste von einer Katalanin bekommen am ersten Tag in Korea mit den "must-try" kulinarischen Spezialitäten.

In Taiwan traf ich meine Freunde aus meiner Taiwan-Zeit und meinen Professor Chen Chi-Hsien. Mit Lindsey besuchte ich auch den Nightmarket und konnte all die Dinge testen, die ich damals in Taiwan nicht getestet hatte (z.B. Schlange: Schmeckt natürlich wie Hühnchen (wie jedes Fleisch das man nicht kennt, weil Hühnchen einen recht neutralen Geschmack hat) , nur etwas leichter mit einem seltsamen undefinierten Nachgeschmack, der an Zitrone und Ingwer erinnert.) , bzw. die Dinge wieder essen und trinken die ich damals so mochte. War irgendwie sehr bewegend und gleichzeitig unrealistisch.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Seoul - Daejeon

Seoul
Seoul beeindruckt durch seine Parks und das moderne Stadtbild. In den Park findet man ueberraschend viele 80 jaehrige. Eine Catalanin die ich kennenlernte fuehrte mich in traditonelles koreanisches Restaurant aus in dem man auf dem Boden sitzt. Pipimbab ist eine Mischung aus Reis und Gemuese. Sehr gut. Meine Spanischen Freunde Hector und Jorge kamen am Samstag an. Mit Jorge schaute ich mir das koreanische Nightlife an. Aufgrund des Jetlags war es kein Problem fuer uns beide bis morgens um 7:30 zu feiern.

Suwon
Wir besuchten, etwas muede, eine Festung im Sueden Seoul. Suwon sollte eigentlich die Hauptstadt Seouls werden. Nachdem die Festung fertig gebaut war bemerkte man, dass es nicht genug Wasser fuer die ganze Population gab und Seoul wurde die Hauptstadt. Suwon heisst uebersetzt Wasser. Welch Ironie.

Daejeon Tag 1 - International Astronautical Congress
Heute hatte ich meine erste Praesentation. Verlief ohne Probleme. Die Familie bei der ich untergekommen bin ist gut erzogen und kosmopolitisch-aleman. (Es gibt Becks Bier im Kuehlschrank). Die Mutter hat ein Brueste im Wohnzimmer aus Ton, die sie nach ihrem eigenen Becken geformt hat. Sie hat auch den Schrank, das Bett und den Wohnzimmertisch selbst getischlert. Die Tochter Sang-Sook ist Aerztin. (Sook wird Sak gesprochen).

Daejeon Tag 2
An diesem Tag loeste ich ein kleines Copyrightproblem mit einem meiner Papers und sprach mit dem Executive Director der Konferenz. Am Abend traf ich einige Astronauten in der Astronautsession. Immer wieder lustig Geschichten aus dem All zu hoeren. Am Abend gingen Jorge und ich mit der Tochter

Meine Praesentationen verliefen alle gut und ich habe 4 Publikationen mehr auf meinem Konto. Da ich hier bei einer koreanischen Familie wohne habe ich einen sehr direkten Einblick in die koreanische Kultur. Ich habe schon die meisten koreanischen Spezialitaeten probiert. Am besten ist der koreanische Grill. Man sitzt an einem Tisch der in der Mitte einen kleinen Grill hat. Darauf braet man dann sein Fleisch und isst es zusammen mit Salatblaettern, Sossen und Sujo (eine Art koreanischer Weinschnaps).

Freitag, 9. Oktober 2009

Ankunft Korea

Nach einem stark verspäteten Zwischenstop in Istanbul und einem sehr schweißtreibenden Run zum nächsten Gate unterhielt ich mich im Flugzeug mit einem Koreanischen Prof. Zufällig hatte er seinen PhD in Southampton, der Nachbarstadt Bournemouth gemacht, zufällig hieß sein bester Freund dort Walter und trug die gleiche Jacke wie ich und zufällig hatte er auch noch den gleichen ersten Name wie ich Ju Han = Jan.
Er erzählte mir recht interessantes über die Koreanische Kultur. So haben die Türken und die Koreaner gleiche Vorfahren und verteilten sich auf der Grasstraße (Sowas wie die Stoffstraße und Gewürzstraße mit Indien in der Mitte nur eben mit Schafen) vom Uralgebirge nach Westen Richtung Korea und nach Süden bis in die Türkei. Beide haben auch eine sehr ähnliche Grammatik. Wahnsinn oder?
Weiterhin wurde ich belehrt über die Benutzung von Chopstick, Essstäbchen in Korea. So ist der Koreaner mit Silberstäbchen, da sich silber Besteck bei der Berührung mit dem in älterer Zeit üblichen Gift zur Tötuung adliger Geschlechter verfärbt und somit als Indikator diente. Ebenfalls Wahnsinn.
Heute Abend spielt Korea gegen Ghana - Fußball Qualifikation. Mal schauen ob ich das schaue. Ich muss auch noch die Präsentation für den Congress in Daejeon fertig machen und uploaded. Herje... keine Zeit um Auszuspannen...

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Die ersten Tage in England

In diesem Blog werde ich über meine Erfahrungen während meines PhD Studium berichten. Diesen werde ich in Bournmouth / England absolvieren im Smart Technology Research Center an der Bournemouth University in Cooperation mit dem Poole Hospital, das 50% zu meinem Forschungsstipendium beisteuert.

Nachdem einer spektakulären Zusage während meiner Afrika-Reise (www.walter-senegal.blogspot.com) arbeitete ich 5 Wochen bei Roche Diagnostics in der Schweiz. Ich hatte einen guten Einblick in das Unternehmen gewonnen. Perönlicher Höhepunkt war sicherlich die Besteigung des Berges Pilatus. Nachdem ich aufgrund 2 geplatzer Reifen erst um 16:00 am Fuße des Berges ankam besttieg ich den Berg innerhalb von 4 Stunden. Die Aussicht war fantastisch und ich sah einen gigantischen Steinbock. Die Übernachtung auf der Hotelcouch war lustig, da ich mit einem Österreicher Sparverein um die Tische tanzte. Der Abstieg am nächsten morgen verlief problemlos und innerhalb von 6 Stunden war ich auch wieder in Cham.

England erster Eindruck

Da ich momentan eine kleine Copyrightauseinandersetzung habe konnte ich mich noch nicht so sehr auf England konzentrieren. Probierte allerdings am ersten Abend (Sonntag abend) den "Snake Bite" aus. Eine Mischung aus Cidre, Bier und rotem Karottensaft. Bier und Wein das lass sein. Die freundlichen Engländer gaben mir einen nach dem anderen aus.

Kurios:
- dass die Engländer links fahren weiß man ja schon
- In der Dusche dreht man einen einzigen Hebel um wäremeres Wasser zu bekommen. Man dreht ihn 4 mal herum.
- Die meisten Türen haben ein Türschloss welches alle Zahlen und 4 Ziffern hat. Sehr robustes Drückgefühl

Morgen werde ich nach Süd-Korea fliegen um dort einige Papers zu veröffentlichen auf dem International Astronautical Congress. Ich bin sehr gespannt was mich dort erwartet. Von Süd-Korea habe ich auch einen Kurztrip übers Wochenende nach Taiwan geplant um mal wieder meine alten Freunde zu sehen.